WIRTSCHAFTSSPIEGEL – Ausgabe 3/2023

Die Sportklinik Erfurt ist mit 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie sieben Ärzten seit zehn Jahren ein Erfolgsmodell für die medizinische Versorgung von Gelenkerkrankungen. Dr. Uwe Kahl ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Spezialist für Endoprothesen des Kniegelenkes. Im WIRTSCHAFTSSPIEGEL-Interview erklärt er, was die Sportklinik so besonders macht und ihren wirtschaftlichen Erfolg begründet. Sportklinik Erfurt Seit zehn Jahren gibt es die Sportklinik Erfurt. Ist das ein Grund zum Feiern, Herr Dr. Kahl? Auf jeden Fall! Zuvor gab es am Urbicher Kreuz unsere Praxis mit einem ambulanten OP-Zentrum. Dann trafen wir die Entscheidung, eine Klinik aufzubauen. Das war ein großes Wagnis. Obwohl ein großer medizinischer Bedarf bestand, war unklar, ob ohne Krankenhauszulassung mit den Kostenträgern Verträge abgeschlossen werden konnten. Die Qualität unserer Arbeit überzeugte und wir entwickelten uns zu einem führenden Gelenkzentrum. Die Patienten danken uns diese Entscheidung mit einer großen Akzeptanz. Heute behandeln wir über 25.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr und führen jährlich 4.000 Operationen durch. Viele Menschen denken, dass man für die Behandlung in einer Sportklinik Leistungssportler sein muss … Nein, das muss man nicht. Zwar bilden Sportverletzungen einen Schwerpunkt unserer Arbeit, dennoch behandeln wir auch alle anderen Gelenkerkrankungen und -verletzungen. Unsere Patientinnen und Patienten sind zwischen acht und 80 Jahre alt. Und alle sind privat versichert? Wir behandeln Patienten aller Kostenträger, unabhängig davon, ob sie gesetzlich, privat oder über eine Berufsgenossenschaft versichert sind. Welches wirtschaftliche Konzept steckt hinter der Sportklinik Erfurt? Es muss betont werden, dass wir kein klassisches Krankenhaus sind. In Deutschland ist die Krankenhauszulassung streng geregelt und einwohnerabhängig. Damit wir in unserer Einrichtung alle Menschen behandeln können, war es notwendig, mit den Krankenkassen Einzelverträge abzuschließen. Diese Versorgungsverträge beinhalten Behandlungspauschalen, die einer spezialisierten Therapie Rechnung tragen. Der Kostenträger analysiert genau hinsichtlich Diagnose- und Therapieverfahren, apparativer Ausstattung und Fachkompetenz. Solche Verträge werden also nur mit Partnern geschlossen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Hierzu finden regelmäßig ergebnisbeAnzeige 42 Wir leben die Zukunft

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